Gemeinderatssitzung im Oktober

Genau richtig dargestellt sind in den beiden nebenstehenden Artikeln der Heilbronner Stimme die Positionen der WiSe-Fraktion, die wir in der Gemeinderatssitzung vertreten haben.

So sehen wir nach vielen Gesprächen mit Altstadtbewohnern und interessierten Wimpfenern, dass der permanente Einsatz eines hochmodernen, autonomen Verkehrsmittels durch die Altstadt nicht gewünscht wird. Und wir fragen uns, was dagegen spricht, mit der Betreiberfirma im Vorfeld eine verbindliche Vereinbarung darüber zu treffen, dass dieser sog. Shuttlebus auf den Straßen außerhalb der Altstadt unterwegs sein kann? Leider hat die Bevölkerung bei diesem wichtigen Thema kein Mitspracherecht. Wir halten es nicht für richtig, eine Grundsatzentscheidung zu treffen, in der nicht zuerst und vor allem das Wohl der Wimpfener im Vordergrund steht.

 

Um den Artikel „Im Vorfeld der Klausur: WiSe-Antrag verärgert“ richtig einordnen zu können, kann unser Antrag zur Gestaltung der Klausurtagung unter ANTRÄGE gelesen werden.




Unsere Straßen in der Altstadt…

...und deren einzigartige Pflasterung sind für die Einen als identitätsstiftendes Merkmal Bad Wimpfens unverzichtbar. Für die Anderen bedeutet das Pflaster beängstigend klappernde Fahrräder, bzw. die Verbannung aus der Innenstadt, weil es für Rollatoren oder Rollstühle quasi nicht befahrbar ist.

Den richtigen Weg zu finden, damit sich Gehbehinderte und Kopfsteinpflasterfans gleichermaßen in der Altstadt wohl fühlen und bewegen können, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. In der Neutorstraße hat man es versucht und ist nach Meinung vieler Wimpfener gescheitert.

 

Nun steht die Planung für den Weg vom Bahnhof über die Untere Hauptstraße, Langgasse, Feuerseegasse bis zur Mathildenbadstraße an.

Wir haben das große Glück, mit Frau Professor Dr. Flügel eine mit historischen Kenntnissen „vorbelastete“ und gleichzeitig sehr engagierte Mitbürgerin zu haben. Sie hat sich mit Zeit und Herzblut in das Thema dieser Strecke eingedacht und Lösungsvorschläge erarbeitet, die wir für sehr interessant halten.

Anliegen des hier gemachten Gestaltungsvorschlages ist es, zunächst für die Situation zu sensibilisieren, den Blick zu schärfen und letztendlich, eine schwierige Entscheidungsfindung zu erleichtern. Er akzeptiert einerseits die sich verändernde Mobilität einer sich verändernden Gesellschaft, er muss andererseits aber auch die Befindlichkeiten des gewachsenen historischen Bestandes, mithin den Anforderungen des Stadtbildes gerecht werden. Diese haben absolute Priorität.

Unter Stadtbild versteht man die Wirkung und Wahrnehmung eines urbanen Raumes. Dieser wird bestimmt durch die Gesamtheit seiner kulturellen und auch natürlichen, seiner historisch gewachsenen Bestandteile. Für die Gestaltung der Wimpfener Straßen und Plätze heißt dies: Verzicht auf gestalterische

Beliebigkeit, wie sie oft in modernistisch sein wollenden Konzepten anzutreffen ist, Verzicht auf Überformungen, die das historisch gewachsene Stadt- und Straßenbild verunstalten, es beliebig, austauschbar werden lassen. Straßen und Plätze mit ihren historisch geprägten Bestandteilen, Gliederungselementen und Raumbildungen verdeutlichen in besonderem Maße den geschichtlichen Werdegang eines Siedlungsgefüges. Straßenzüge haben einen enormen Zeugniswert, mithin einen 

enormen Erinnerungswert. Ein Wert, der niemals neu geschaffen werden kann. Es ist ein Wert, der wohl erst vermisst wird, wenn er nicht mehr vorhanden ist. Es ist aber auch ein Wert, den zu erhalten sich das Netzwerk „Cittàslow“, dem die Stadt Wimpfen beigetreten ist, auf die Fahnen geschrieben

hat, ein Wert, den zunehmend auch alle die hier zu finden hoffen, die unsere Stadt besuchen. (Der Tourismus ist für Wimpfen ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, wir haben dies gerade in der Coronakrise erlebt, in der er vollkommen zum Erliegen gekommen ist und sich gegenwärtig nur langsam erholt). Zunehmend sucht der Tourist Orte, die die ästhetischen Aufenthaltsqualitäten des Besonderen, Anheimelnden bieten. Kopfsteinpflaster, gewachsene Straßenverläufe mit ihren

Krümmungen, Einengungen und Raumbildungen gehören dazu. Sie erst ermöglichen die Wohlfühlerlebnisse einer neuen Langsamkeit. Wimpfen soll weiterhin die Einzigartigkeit, die Intimität seines historischen Raumgefüges mit seinen Straßen und Plätzen als große Chance wahrnehmen, auch weit über Baden-Württemberg hinaus touristische Aufmerksamkeit zu erzielen und Anziehungskraft auszuüben. Sie ist unabdingbar für die Aufenthalts-, Erlebnis- und Lebensqualität unserer Stadt, die ihren Einwohnern ein identitätsstiftender Lebensort bleiben will.

 

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Gedanken zur Altstadtsanierung Straßen
Prof.Dr.Katharina Flügel aktuell.pdf
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Fazit   (Auszug des Berichtes )


AUTONOMER SHUTTLE-VERKEHR DURCH DIE WIMPFENER ALTSTADT


Warum soll ein autonomer Bus durch die Wimpfener Altstadt fahren?

  • Der Bus kann die Lidl-Verwaltung vom Bahnhof aus über die „normale“ öffentliche Straße erreichen (über Carl-Ullrich-Straße, Wallstraße, Schiedstraße, Steinweg).

oder

  • Der Bus kann vom Bahnhof Hohenstadt aus zur Lidl-Verwaltung fahren, dann wird der ohnehin massive Verkehr durch die Stadt nicht zusätzlich zu belastet.  

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WiSe Informiert
Aktuelle Information zum autonomen Fahren in Bad Wimpfen in Zusammenarbeit mit der Schwarz Gruppe
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Quelle: https://pixabay.com/de/images/search/autonomes%20fahren/
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Artikel der Heilbronner Stimme zum autonomen Fahren in Bad Wimpfen
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