ENTSCHULDIGUNG!

Unsere aufmerksamen Gemeinderatskolleg*innen von der CDU mit Unterstützung von SPD, FDP und Bündnis 90/Grüne haben uns auf einen Fehler hingewiesen: In einer offiziellen Anfrage an Bürgermeister Brechter wurde bemängelt, dass wir im Heimatboten  bei der Spurbreite von 6,50 Meter insgesamt eine versiegelte Fläche 12,50 Meter angegeben haben. Wir haben uns um 50 Zentimeter verrechnet, es sind „nur“ 12 Meter, die verdichtet werden - vielen Dank für den Hinweis! Es war selbstverständlich nicht unsere Absicht, Sie irreführend zu informieren.

 

 

Hier zum Verständnis nochmal die Skizze für den 6,50 breiten Weg:

 

Außerdem eine Stellungnahme von Horst Schulz vom Naturschutzbund Deutschland, NABU und Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, LNV zum geplanten Radschnellweg entlang der Neckaraue:

 

Ältere, vor allem gesunde Bäume kann man nicht durch Neupflanzungen ersetzen, das geschieht allenfalls in 50 Jahren Entwicklung. Sie gehen als Lebensraum, Schattenspender, Kleinklima-Verbesserer, Sauerstofflieferanten, CO2-Speicher und landschaftsprägende lebendige Organismen verloren.

Im Zuge der Klimaveränderung sollten wir auf Erhalt setzen und nicht die Neupflanzung favorisieren. Es gibt jetzt schon Probleme der zukünftigen widerstandsfähigen Baumarten für unsere Wälder, das wird uns auch beim Straßenbegleitgrün einholen.

 

Eine Versiegelung von 6,50m Breite ist breiter als z.B. unsere innerörtlichen Straßen. Fakt ist, dass diese Flächen für den lebendigen Boden verloren gehen. Bei einer solchen Breite kommt es zur Verinselung von Kleintieren, welche diese Breite nicht mehr überwinden können und das vor allem an sonnigen Sommertagen, wenn sich der Asphalt aufheizt und zur Todesfalle wird.

 

 

Wir brauchen keine Radautobahn entlang des Neckars.


Am Neckar mit dem SWR - Fernsehen

Am Donnerstag, 20.05. um 20.15 Uhr wurde über den geplanten Radschnellweg Bad Wimpfen - Heilbronn in „Zur Sache Baden-Württemberg“ im SWR-Fernsehen berichtet. 

 

Einige WiSes und Tal-Bewohner sind zu ihrer Meinung über die Pläne des Verkehrsministeriums befragt worden. Verkehrsminister Winfried Hermann hat in der Sendung  auch Stellung bezogen. Es ist ein interessanter Beitrag zu diesem wichtigen Thema entstanden – anschauen lohnt sich!

Bitte nur auf nebenstehendes Bild klicken


Super Sache! Oder???

Quelle: Privat
Quelle: Privat

Ein Radschnellweg, der viele Pendler dazu bringen soll, regelmäßig vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen – klingt doch gut!

Ja, wenn das Ganze nicht entlang der Neckaraue geplant wäre, also einem Gebiet, in dem noch so etwas wie ein ökologisches Gleichgewicht herrscht und wo die Natur zumindest nachts und bei schlechtem Wetter ihre Ruhe hat.

Deshalb muss jetzt erst einmal ganz rational errechnet werden, ob die Errichtung eines Radschnellwegs unterm Strich sinnvoll ist. In einer Ökobilanz müssen die ökologischen Kosten, die durch den Bau entstehen, mit dem ökologischen Nutzen, der durch potentielle Mehr-Fahrten entsteht, gegengerechnet werden.

Wenn herauskommt, dass es sich für die Umwelt am Ende lohnt, dass der bestehende Radweg massiv ausgebaut, beleuchtet, im Winter gestreut und eine zusätzliche Brücke gebaut wird – dann ist es nur vernünftig, das Projekt zu unterstützen.

Wenn aber herauskommt, dass die Natur außer für den PKW-Verkehr jetzt auch noch für den Radverkehr kaputt gemacht wird, müssen Alternativen her.

 

Gut ausgebaute Radwege sind wichtig und wir WiSes setzen uns für den Ausbau des Radwegenetzes ein. Aber nur weil „Radweg“ drauf steht, macht es nicht automatisch auch Sinn…

 

 

Wir haben unsere Bedenken in einem Brief an Verkehrsminister Hermann formuliert, der hier einzusehen ist:

 

Quellenangaben: Privat/ Präsentation Regierungspräsidium Stuttgart


Mit 20 km/h durch die Altstadt

Die Mehrheit des Gemeinderates hat dafür gestimmt, in der Langgasse und in der Unteren Hauptstraße Tempo 20 einzuführen, also die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen. Wir können der Begründung, dass dadurch der geplante Radweg erst Sinn macht, nicht folgen.

 

Bei der Unübersichtlichkeit der Straßen und der engen Wegeführung befürchten wir eine erhöhte Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer, vor allem der Kinder. Die Erfahrung zeigt, dass Höchstgeschwindigkeiten überschritten werden (bei Tempo 10 liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 18 und 22 km/h), so wird es natürlich auch hier kommen. Außerdem befürchten wir erhöhten Umgehungsverkehr, wenn auf den Hauptverkehrsadern Stau ist.

 

Mit einer Reduktion der Höchstgeschwindigkeit gibt es mehr Sicherheit, weniger CO²-Ausstoss, weniger Lärm und Belagsschäden. Das weiß heute jeder.

 

Mit dem Umbau zur 20er-Zone mit Rad- und Gehwegeführung wird es auch eine Änderung der Oberflächenbeläge geben. Das bisher in weiten Teilen verlegte großformatige Kopfsteinpflaster wird im Bereich des Löwenbrunnenplatzes konzentriert. In den anderen Bereichen werden hauptsächlich Pflastersteine, die in Berlin ausgebaut und aufbereitet worden sind, zum Einsatz kommen (In der Musterverlegefläche auf dem Gehweg der Unteren Hauptstraße zu sehen – es sind die Steine, die außen in Richtung Stadt liegen).

 

 

Herr Wetzka, SPD, und „unser“ Hansi Diehm haben hierzu bei der öffentlichen Sitzung sehr überzeugend referiert, konnten aber leider bei der Mehrheit nicht durchdringen. 

Sehr, sehr schade!

Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

 

 

 

Eines unserer wichtigsten Anliegen, die online-Übertragung von öffentlichen Sitzungen, ist gestern von der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt worden.

 

Die Ablehnungsgründe, dass man sich für Demokratie eben Mühe geben und selbst zur Sitzung gehen müsse, dass die rechtlichen Rahmenbedingen fehlen würden (wegen Corona gelten Ausnahmeregelungen - sonst könnten Gemeinden wie Konstanz und Bonndorf ihre Sitzungen ja nur illegal übertragen), dass es zu teuer sei (als Rechenbeispiel wurde Tübingen genannt – hier sitzen 40 Mitglieder im Rat, bei uns 18…) und dass die Inhalte verzerrt wiedergegeben werden könnten (das gehört inzwischen zum Lebensrisiko, wenn man sich irgendwie in der Öffentlichkeit bewegt) sind für uns alle nicht schlüssig.

 

 

Wir hätten uns eine Mehrheit für den Antrag, den wir gemeinsam mit Bündnis 90/Grüne gestellt haben, sehr gewünscht, weil dadurch auch…

  • körperlich eingeschränkte ältere Leute, Gehbehinderte, vorübergehend nicht mobile und trotzdem politisch interessierte Menschen…
  • die jüngeren Wimpfener, die wissen wollen, wie in für sie interessanten Punkten diskutiert und entschieden wird…
  • alleinerziehende Elternteile, die nicht regelmäßig auch noch abends ihre Kinder betreut sehen wollen, um eine Gemeinderatssitzung zu besuchen…
  • alle Menschen, die Bad Wimpfen verbunden sind, sich für die Stadtentwicklung interessieren und nicht vor Ort sind, weil sie geschäftlich unterwegs sind, ihren Lebensmittelpunkt nicht hier haben oder anderswo studieren…
  • die jungen Familien, denen wir aktiv an den Rändern der Stadt die Möglichkeit schaffen, hier heimisch zu werden…

… sich in Bad Wimpfen direkt und ungefiltert über die Arbeit unseres Gemeinderates informieren könnten. Und in Pandemiezeiten eine breite öffentliche Beteiligung an Sitzungen möglich gemacht worden wäre.

 

Vor allem angesichts der gerade über unsere Stadt rollenden Modernisierungswelle ist es für uns nicht nachzuvollziehen, dass es in diesem Punkt eine mehrheitliche Ablehnung gegeben hat.

 

 

Aber wir versprechen: Wir werden den Antrag erneut einbringen, sobald die nötige Frist es zulässt!


Sanierung und Neubau am HSG geplant

Bad Wimpfen muss ein gutes und sicheres Gymnasium haben - deshalb muss die Sanierung von Klostergebäude und Anbau auch so schnell wie möglich angegangen werden!

 

Zusätzliches soll aber ein dreistöckiges Gebäude (siehe Plan), Kubus genannt, errichtet werden, um naturwissenschaftliche Fachräume unterzubringen.  Wir fragen uns:

 

1. Seit Jahren sinken die Schüler*innenzahlen am HSG, eine Trendwende ist nicht 

    in Sicht – wie können wir in da einen Erweiterungsbau planen?

 

2. Der Umbau von Klostergebäude und Anbau ist mit 16,2 Millionen Euro         

    veranschlagt, der Neubau mit zusätzlichen 7,3 Millionen Euro. Insgesamt ist     

    also mit MINDESTENS 21,5 Millionen Euro Kosten zu rechnen – wie sollen die

    finanziert werden?

 

3. Was für ein finanzieller Spielraum bleibt für andere notwendige Maßnahmen in

    der Stadt?

 

 

4. Wir haben durch die Pandemie eine Haushaltssperre und wissen nicht, wie die Entwicklung weitergeht. Sind Investitionen in solcher Höhe gerade

   grundsätzlich zu verantworten?

 

5. Die Baustelle am Solebad beschert uns aktuell eine Kostensteigerung von 33 % (und das Solebad ist noch nicht eröffnet…) – was lässt uns davon ausgehen, dass wir

    bei den Sanierungsmaßnahmen für das HSG nicht dem Gleichen zu rechnen haben? 

 

Weil einem von den vielen Millionen Euro ganz schwindlig wird, hier noch einmal kurz:

Wir sind FÜR die Sanierung des HSG!

 

Wir sind FÜR gute Ideen, wie die vorhandenen Gebäude so instand gesetzt werden können, dass gut und sicher gearbeitet werden kann. Und dass hier auch die Fachräume adäquat unterbracht sind (geht doch in anderen älteren Schulen auch).

 

Wir sind NICHT DAFÜR, ein zusätzliches Gebäude zu errichten, weil

 

-          es bei sinkenden Schüler*innenzahlen nicht gerechtfertigt ist

-          es den Blick auf das Bollwerk verbauen würde

-          es eine weitere riesige Baustelle mitten in Bad Wimpfen bedeutet

-          es viele Millionen verschlingen würde und die eine oder andere Million mehr eben nicht egal ist!

 

 

 


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Partner der Bürgerinitiative  WiSe           Wimpfener Strassen entlasten 

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WiSe setzt sich für ein lebenswertes Bad Wimpfen ein! Und für eine Region, in der die Menschen langfristig gute Lebensbedingungen haben. Deshalb sind wir auch Mitbegründer des BINN und Fans dieser Vernetzung!